Hitzewelle: Āyurvedische Tipps, um auch bei 40 Grad einen kühlen Kopf zu bewahren
Wenn die Temperaturen auf 35 oder sogar 40 Grad klettern, sehnen wir uns nach Erfrischung.
Die große Sommerhitze kann den Körper belasten und zu Müdigkeit, Unruhe, Reizbarkeit oder Erschöpfung führen. Im Āyurveda wird diese Jahreszeit dem erhöhten Pitta-Doṣa zugeordnet, das unter anderem die Elemente Feuer und Wasser repräsentiert.
Die āyurvedische Lehre empfiehlt auch im Sommer eine angepasste Lebensweise, das sogenannte Ritucharya (saisonale Routine), um Körper und Geist im Gleichgewicht zu halten. Entdecken Sie einen erfrischenden Gurkensaft, ein kühlendes Sommersalz und die traditionelle Anwendung von Kokosöl für heiße Sommertage.
1. Erfrischender Gurkensaft
Gemüsesorten aus der Gurkenfamilie zählen im Āyurveda zu den besonders kühlenden Lebensmitteln.
Ein frisch zubereiteter Gurkensaft am späten Vormittag kann dazu beitragen, den Körper von innen zu erfrischen.
Zutaten
¼ Gurke
¼ Teelöffel gerösteter Kreuzkümmel (gemahlen)
Himalayasalz nach Geschmack
Saft einer halben Limette
250 ml Wasser bei Zimmertemperatur (die Menge kann je nach gewünschter Konsistenz variieren – ein dünnerer Saft ist leichter verdaulich)
Zubereitung
Die Gurke schälen, entkernen und in Stücke schneiden. Anschließend zusammen mit den übrigen Zutaten im Mixer fein pürieren. Wer mag, kann zusätzlich einige frische Korianderblätter hinzufügen, die im Āyurveda ebenfalls als kühlend gelten.
Im Handumdrehen ist ein erfrischendes Getränk hergestellt, das besonders an heißen Sommertagen wohltuend sein kann.
2. Sommersalz mit Rosen- und Hibiskusblüten
Salz ist eine grundlegende Zutat für jede Mahlzeit. Warum also nicht ein spezielles Sommersalz kreieren, das zugleich eine leichte, erfrischende Wirkung entfaltet?
Mit Rosen- und Hibiskusblüten lässt sich daraus eine aromatische Sommermischung herstellen.
Zutaten
300 g Himalayasalz
30 g getrocknete Rosenblütenblätter
30 g getrocknete Hibiskusblütenblätter
Zubereitung
Alle Zutaten in einem Mixer oder einer Gewürzmühle fein vermengen und anschließend in einem luftdichten Glas aufbewahren.
Rosen und Hibiskus werden im Āyurveda traditionell für ihre kühlenden Eigenschaften geschätzt. Neben den bereits vielseitigen Eigenschaften des Himalayasalzes bringt diese Mischung nun auch eine angenehm kühlende Komponente mit sich.
Himalayasalz gilt im Āyurveda als tridoṣisch (alle drei Doṣas ausgleichend) und wird traditionell als die hochwertigste Salzform beschrieben. In den klassischen Texten werden ihm zahlreiche positive Eigenschaften zugeschrieben, unter anderem eine unterstützende Wirkung auf den Blutdruck.
3. Die Kokosnuss für einen kühlen Kopf
Die Früchte der Kokospalme gelten im Āyurveda als kühlend und erfrischend. Der Baum wächst in warmen Regionen und liefert den dort lebenden Menschen wichtige Ressourcen, um die Hitze besser zu ertragen.
In Europa lässt sich Kokosöl im Sommer gut in den Speiseplan einbinden. Es kann jedoch auch äußerlich angewendet werden. Eine traditionelle Methode besteht darin, vor der Haarwäsche die Kopfhaut sanft mit etwas Kokosöl zu massieren. Beginnen Sie am Scheitel und arbeiten Sie sich langsam über die gesamte Kopfhaut vor. Lassen Sie das Öl etwa 15 bis 20 Minuten einwirken und waschen Sie anschließend die Haare wie gewohnt. Diese Pflege sorgt nicht nur für geschmeidiges Haar, sondern hat auch eine angenehm kühlende Wirkung auf die Kopfhaut – ideal, um im Sommer sprichwörtlich einen kühlen Kopf zu bewahren.
Āyurveda im Sommer
Mit kleinen Anpassungen der Ernährung und Lebensweise lässt sich die Sommerhitze oft besser bewältigen. Kühlende Lebensmittel, ausreichend Flüssigkeit und wohltuende Pflegerituale können dazu beitragen, die heißen Tage entspannter zu erleben.
Bevorzugen Sie leichte, bekömmliche Kost wie gedämpftes Gemüse, frisches Obst, Getränke bei Zimmertemperatur.
Möchten Sie mehr über die āyurvedischen Empfehlungen für die warme Jahreszeit erfahren? Dann lesen Sie auch den Artikel Āyurveda im Sommer.